Interessenskonflikt Freunde des Sechz’gerstadions und 1860?

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Verwaltungsrats-Vorsitzender Drees beantwortet mir meine Fragen

Am Samstag schrieb ich einen Beitrag zur aktuellen Lage des TSV 1860 München. Meine persönliche Kritik als Fan ging vor allem in Richtung Hasan Ismaik, den Investor der Münchner Löwen. Doch auch ein möglicher Interessenskonflikt zwischen dem Verein „Freunde des Sechz’gerstadions“ und dem TSV 1860 München war Thema meinerseits. Genauer gesagt die Doppelrolle von Dr. Markus Drees. Er ist nicht nur Vorsitzender der Freunde des Sechz’gerstadions, sondern auch Vorsitzender des Verwaltungsrates bei den Münchner Löwen. Es freut mich, dass Drees nicht nur Stellung gegenüber mir bezog, sondern sich auch meinen Fragen stellte. Er bot an, mir Rede und Antwort zu stehen. Dabei hat sich am Wochenende ein durchaus interessantes Gespräch ergeben.

Sie sind Vorsitzender der Freunde des Sechz’gerstadions und gleichzeitig haben Sie den Vorsitz im Verwaltungsrat des TSV München von 1860. Als das sogenannte „Scheichlied“ nicht nur im Grünwalder Stadion von Fans gesungen wurde, sondern schließlich auch auf der Facebookseite der Freunde des Sechz’gerstadions abgedruckt wurde, fand ich persönlich das sehr befremdlich. Meines Erachtens hätten Sie sich gar nicht groß davon distanzieren müssen. Es jedoch auf die Seite zu stellen, war für mich ein klares Statement und eine Befürwortung der aufkeimenden Kritik an Herrn Ismaik, sowie ein Bekenntnis zurück ins Grünwalder Stadion.

Antwort: Das Lied habe ich in der Entstehung nicht zu verantworten. Es wurde wohl das erste Mal beim Spiel 1860 II gegen Burghausen gesungen. Zu dem Zeitpunkt war ich in Dresden und bei unserem 2:1 gedanklich deutlich näher am Klassenerhalt als beim Abstieg. Von diesem sogenannten „Scheichlied“ habe ich damals gar nichts mitbekommen.

(c) Ampfinger, Quelle Wikipedia
Okay, in die Richtung ging meine Kritik auch gar nicht. Nur weil man Sie an anderer Stelle gerne mit einem Bild beim Adventssingen zeigt, bin ich nie davon ausgegangen, dass Sie das Lied selbst gedichtet haben. Mir geht es darum, dass es dann auf der Facebookseite der Freunde des Sechz’gerstadions e.V. abgedruckt wurde.

Antwort: Ich habe nach dem X-Tausend-Spiel (gegen SPVGG Unterhaching) leider nicht mehr auf Facebook geschaut. Ich habe es erst mitbekommen, als es Herr Griss (dieBlaue24) schon vermeldet hat und es auch in der Presse war. Die Facebookseite der Freunde des Sechz’gerstadions ist keine Plattform von mir, sondern des Vereins. Das habe ich deutlich in der Stellungnahme klargemacht. Die Freunde des Sechz’gerstadions sind kein gleichgeschalteter Verein und der Vorsitzende lässt auch andere Meinungen zu.

Siehe auch Pressebericht der AZ vom 23.05.2017: Zoff um Ballermann-Hit gegen 1860-Investor Ismaik

Sehe ich ein wenig anders. Im Impressum steht, dass das die „offizielle Vertretung der „Freunde des Sechz’gerstadions e.V.“ auf Facebook“ ist. Es ist ein offizielles Organ Ihres Vereins.

Antwort: Ja, das stimmt. Aber es sind mehrere Personen daran beteiligt. Wenn ich da das Löschen anfange, mache ich mich lächerlich. Darüber hinaus bin ich immer noch der Meinung, dass das ausreichend vom entsprechenden FB-Admin gekennzeichnet wurde als ein Teil des Berichts über das X-Tausendspiel. Da haben das leider 1.500 Leute gesungen. Ich habe mich bei Herrn Ismaik auch persönlich entschuldigt, was leider ignoriert wurde.

Ich persönlich hätte vermutlich aus diplomatischen Gründen eine klarere Distanz zu diesem „Scheichlied“ aufgebaut. Allerdings hat Herr Ismaik die ganze Sache dann natürlich auch sehr forciert. Und hat dafür auf dieblaue24 im Grunde auch eine gute Plattform gefunden, um das breitzutreten. Sie sehen also keinen Interessenskonflikt zwischen den Freunden des Sechz’gerstadions und dem Amt als Vorsitzender des Verwaltungsrates?

Antwort: Die Freunde des Sechz’gerstadions sind seit 2002 eigentlich nur für den Erhalt des Stadions eingetreten. Zu dieser Zeit war die Arena gerade eingetütet. Nach dem Anteilsverkauf der Arena im Jahr 2006 kam zwar die Stadiondiskussion wieder auf, aber den Freunden des Sechzger Stadions war nach 2010 und der letzten Absage der Stadt an einen profitauglichen Umbau durchaus klar, dass im Grünwalder Stadion kein Profifußball politisch gewollt und damit absehbar möglich ist. Also habe ich auch vor 2015 nur im Falle eines Abstiegs zur dritten Liga den Spielort Grünwalder Stadion überhaupt in der Presse angesprochen – damals war ich nur Vorsitzender der Freunde des Sechz’gerstadions und noch kein Mitglied des Verwaltungsrats.

Siehe auch Pressebericht TZ vom 19.02.2015: So ist eine 1860-Rückkehr ins GWS möglich!

Sie haben also nie den Wunsch gehegt die Sechzger ins Grünwalder Stadion „zurück“ zu holen?

Antwort: Ich wollte auf keinen Fall mit dem TSV absteigen, nur um ins Grünwalder Stadion zu „müssen“. Das ist die typische Kausalkette, die noch aus der Karl-Heinz Wildmoser-Zeit kommt. Der FDS-Vorsitzende ist gleich GWS-Fanatiker und dem wiederrum ist das Grünwalder Stadion wichtiger als 1860. Ich war nicht wirklich mit der Allianz Arena zufrieden, aber im Hinblick auf das Grünwalder Stadion war es für mich völlig ausreichend, dass die zweite Mannschaft dort gespielt hat. Uns geht es als Verein Freunde des Sechzger Stadions um den Erhalt dieser Traditionsstätte. Und mit der zweiten Mannschaft, den zahlreichen Veranstaltungen wie auch zum Beispiel X-Tausend ist uns das sehr gut gelungen.

Sie können also die sportliche Zukunft und die Spielstätte „Grünwalder Stadion“ klar voneinander trennen?

Antwort: Ja, das kann ich. Für mich persönlich. Als Vorsitzender des Verwaltungsrates bin ich jedoch ohnehin nicht im Interessenskonflikt. Die sportliche Zukunft und die Spielstätte kann ich sehr wohl trennen, sie wird aber auch nicht wirklich im Verwaltungsrat beschlossen. Dazu gehören der Geschäftsführer und die beiden Gesellschafter. Natürlich teilen wir dem Präsidium und Geschäftsführer durchaus unseren Wunsch mit, entscheiden müssen das aber die KGaA-Gremien. Außerdem, was war denn im März? Herr Ismaik hat das Grünwalder Stadion nach der Absage des Riem Planes durch die Stadt ins Gespräch gebracht. Auch die Vorstellung von Ian Ayre wurde daraufhin im Grünwalder Stadion durchgeführt.

Siehe auch Pressebericht der TZ vom 1.4.2017: Löwen-Zukunft liegt im Grünwalder Stadion

Doch nun sind wir leider abgestiegen, trotz der hohen Investitionen, ich kann Herrn Ismaik schon verstehen, dass er sauer ist. Wir mussten nach dem schwarzen Freitag weitermachen und nach vorne sehen. Der neue Geschäftsführer Markus Fauser ist ein unabhängiger Sanierungsexperte. Er hat ganz klar nach wirtschaftlichen Interessen das Grünwalder Stadion in der Regionalliga als die günstigere Variante dargestellt. Mit Nostalgie hat das erst einmal nichts zu tun, sondern die KGaA muss hier die wirtschaftlichen Interessen in den Vorrang stellen. Das ich bei diesem Vorschlag nicht opponiere ist klar, aber großartig dafür einsetzen musste ich mich ehrlicherweise auch nicht. In einer Aufsichtsratssitzung hat Herr Fauser beiden Gesellschafter die Entscheidung erläutert und auch die Investoren-Seite stimmte dem Umzug zu.

Das sehe ich ähnlich und sicherlich viele Fans auch. Die Installation von Markus Fauser als Geschäftsführer war wirtschaftlich gesehen ein wichtiger Schritt für die Sanierung. Im Moment ruhen viele Hoffnungen auf seinem Sanierungsprojekt. Und dennoch muss man auch verstehen, dass Gerüchte vorprogrammiert sind, wenn der Vorsitzende der Freunde des Sechzger Stadions auch Vorsitzender des Verwaltungsrates bei 1860 ist.

Antwort: Was viele unserer Kritiker gar nicht wissen: Es gibt einen noch in Gültigkeit liegenden Beschluss der Freunde des Sechz’gerstadions, dass man sich als Verein bei 1860 seit 8 Jahren heraushält. Somit finde ich das sogar abgegrenzt genug. Das heißt natürlich nicht, dass es verboten ist, dass ein Roman Beer als 1860-Mitglied Fußballabteilungsleiter wird oder meine Person für den Verwaltungsrat kandidiert.

 Na ja, ganz ehrlich. Papier ist geduldig.

Antwort: Ich wurde im letzten Dezember bei einer Jahreshauptversammlung der Freunde des Sechz’gerstadions sogar von Mitstreitern scharf kritisiert, warum wir scheinbar alles dem Investor durchgehen lassen. Die KGaA ist aber für den Verwaltungsrat gar nicht so im Fokus – der Geschäftsführer wird von uns zumindest mit dem Präsidium gemeinsam ins Amt gehoben, das war es dann schon mit Personalentscheidungen. Ich muss hier natürlich gestehen, dass wir den Geschäftsführer Anthony Power mitgetragen haben, aber aufgrund der Tatsache, dass Ian Ayre schon auch am Horizont erschien, haben wir die Kröte geschluckt. Es konnte ja keiner ahnen, wie er sich aufführen würde. Zum Controlling: Natürlich haben wir ein Recht, die Zahlen der KGaA anzuschauen, aber verändern können wir sie nicht – wir können nur dem Präsidium Beratung angedeihen, wie sie als Gesellschaftervertreter handeln sollen. Ich habe also gar keine direkte Durchgriffsmöglichkeit auf die Spielstätte der KGaA-Mannschaften.

Kein Interessenskonflikt also. Aber jetzt mal ganz pragmatisch. Ist es nicht verständlich, dass viele einen Interessenskonflikt sehen? Warum die zwei Ämter parallel?

Antwort: Im Jahr 2015 bin ich mit den viertmeisten Stimmen in den Verwaltungsrat von 1860 gewählt worden. Das waren genauso viele Stimmen wie unser aktueller Präsident Robert Reisinger hatte. Als Bay, Waggershauser und Zurek aus dem Verwaltungsrat zurücktraten, war es im Endeffekt vorprogrammiert, dass Robert als mein Vize und ich den Vorsitz übernehmen müssen. Ich wollte mich im November 2016 nicht aus der Verantwortung stehlen. Die drei mit dem besten Wahlergebnis von 2015 waren ja zurückgetreten. Dass es Interessenskonflikte oberflächlich gab, war allen bekannt. Auch die Investorenseite und Peter Cassalette waren froh darüber, dass wir uns so aufgestellt hatten. Ich war auch von dieser Seite als der Diplomatischste unter den damals sechs verbliebenen Verwaltungsräten angesehen worden.

Ian Ayre ist für mich in gewisser Weise Dreh- und Angelpunkt gewesen. Wie haben Sie sich mit ihm verstanden?

Antwort: Mit Ian Ayre habe ich mich sehr gut verstanden, auch wegen meiner Affinität zu Großbritannien. Als er bei uns seinen Einstand hatte, haben wir übrigens alle im Verwaltungsrat gedacht, jetzt kommt endlich einer, der es kann. Aber er musste leider sehr schnell feststellen, dass die Situation irgendwann eskaliert: Die Satzung sowie die 50+1 Regel auf der einen Seite und die damit verbundenen unerfüllbaren Forderungen von Herrn Ismaik auf der anderen Seite. Ayre hat sich sogar persönlich bei uns am 02.06. – am schwarzen Freitag – verabschiedet. Diesen musste er mit uns verbringen, da er ja erst nach der Bestellung eines neuen Geschäftsführers gehen konnte. Das, was da vorgefallen war, hat ihn bestimmt auch zum Nachdenken gebracht. Herr Ismaik ließ Ayre leider genauso im Regen stehen.

Hätten Sie als Vorsitzender des Verwaltungsrates nicht in einigen Punkten diplomatischer vorgehen müssen?

Antwort: Das kann man sicher im Nachhinein so sehen. Aber die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: Es wäre wahrscheinlich völlig egal gewesen, wie diplomatisch ich mich verhalten hätte. Der Investorenseite wäre immer etwas eingefallen um den e.V. zu diskreditieren. Man sehe sich nur die Vorwürfe gegen Ostermeier und Bennigsen an. Im schlimmsten Fall hätte schon gereicht, dass ich in der Frage der 500.000 EUR aus der Serviceumlage auf der Seite von Roman Beer gestanden bin und nicht auf der Seite Cassalettes. Ich hatte dieses Geld bei Power bereits eingefordert, als die Fußballabteilungs-Versammlung noch Wochen entfernt war. Da hätte es die anderen Punkte, bei denen ich in Kritik geraten bin, gar nicht gebraucht. So hatte er (Hasan Ismaik) es natürlich leichter. Das ist das Einzige, was ich mir vorwerfe.

Bleiben Sie Vorsitzender des Verwaltungsrates?

Antwort: Ich wäre froh, wenn es nach der Nachwahl am 23.07. bei der dann ersten Sitzung des Verwaltungsrats jemand von den Neuen geben würde, der den Vorsitz von mir gerne übernehmen möchte und auch von den Kollegen im Verwaltungsrat akzeptiert wird. Ich klebe nicht an dem Posten, auch wenn man uns das sehr leicht vorwirft. Aber so, wie man dann immer in Gefahr ist von dieBlaue24 und uninformierten Mitgliedern unreflektiert beschimpft zu werden, wird sich das wohl auf langer Sicht keiner mehr ehrenamtlich antun. Nur warum sollte ICH dann den Verein schwächen und erstmal ersatzlos zurücktreten, wenn wir ohnehin in Minimalbesetzung nach Satzung sind? Meine Tätigkeit im Hintergrund für den e.V., die der Verwaltungsrat eigentlich machen sollte, möchte man nämlich auch nicht missen, auch ein Cassalette fand das schon mal gut. Für diese Tätigkeit muss ich aber nicht Vorsitzender sein. Eigentlich bin ich ohnehin einer, der nicht so gerne in der Öffentlichkeit steht und effektiver im Hintergrund agiert. Allerdings möchte ich mir nicht vorwerfen lassen, in der größten Not abgehauen zu sein.

Siehe auch Pressemitteilung des TSV München von 1860: Einladung zur Mitgliederversammlung

Es gibt zahlreiche Kandidaten für die Wahl. Ist das ein falsches Bild?

Antwort: Auch schon 2015 gab es 32 KandidatInnen, nun sind es für eine Restamtszeit von einem Jahr 17 Kandidaten, also scheint es attraktiv zu sein. Zunächst mal sollte man allen dankbar sein, dass die sich zur Wahl stellen und im Falle des Erfolgs dann auch ihre Zeit zur Verfügung stellen. Diese Dankbarkeit kommt mir eigentlich immer zu kurz, da bei 1860 oft von außen Vorurteile hereingetragen werden, dass alle Funktionäre sich bereichern möchten oder mediengeil sind. Das ist absoluter Quatsch. Ich werde jedem, der siegreich den Verwaltungsrat ergänzt, die Hand reichen und auf ein Jahr guter Zusammenarbeit im Sinne des e.V. hoffen.

Ein weiterer Vorwurf ist, dass man keine Fußballexperten im Verwaltungsrat hat und haben wird. Hier sollte man aber auf die Trennung zwischen e.V. und KgaA hinweisen. Wenn die KGaA „normalere“ Strukturen hätte, könnten diese Fußballexperten direkt im Aufsichtsrat der KgaA oder einem Sportbeirat oder was auch immer einsetzen, die dann genau dort ihre Expertise einbringen, wo sie benötigt wird – direkt in der Profifußball-KgaA, nicht im e.V. mit Breitensport-Abteilungen.

Stichwort Strukturen: Wie sehen Sie das Konstrukt e.V./KGaA im Allgemeinen und bei uns im Speziellen?

Antwort: Wie man an anderen Vereinen (z.B. Dortmund mit einer KGaA) sieht, ist das aus Haftungs- und steuerlicher Sicht gar nicht verkehrt, eine Abspaltung vom gemeinnützigen e.V. zu haben. Bei uns wurde die KGaA 2002 vom e.V. abgespalten, leider mit dem Geburtsfehler, dass Karl-Heinz-Wildmoser den e.V. und sein Sohn die KGaA geführt haben. Damals hat man keine klaren Strukturen gebraucht. Nach Wildmosers Ende hatte man niemals die Muße gefunden, die KGaA zu reformieren, weil man unter Ziffzer meist im Streit miteinander war. Später musste man kreativ wirtschaften, um die permanente Überschuldung einigermaßen im Griff zu halten. Dann war Ismaik vor der Tür und jetzt fliegen uns genau diese nie geänderten Strukturen um die Ohren. Trotz einem Ziffzer sage ich: Der starke Mann sollte vor allem der Geschäftsführer der KGaA sein, so wie ein Watzke in Dortmund. Der Präsident des e.V., wie Rauball in Dortmund, sollte sich dann auf seine Rolle als Gesellschafter und als e.V.-Vorsteher reduzieren.

Der e.V. wurde in den letzten Jahren reformiert mit moderner Satzung und Wiedereinführung der Mitgliederdemokratie. Leider ist die KGaA auch ein Reformfall, aber es ist nun mit zwei so diversen Gesellschaftern durchaus schwieriger Änderungen einzuleiten.

Vielen Dank für Ihre Zeit und die interessante Diskussion!

Gerne geschehen.

 

Mein Fazit: Die Doppelrolle von Herrn Drees ist definitiv nicht glücklich gewählt und spielt den Kritikern in die Tasche.  Das tut es noch immer. In bestimmen Fanblogs wird fast schon systematisch gegen bestimmte Funktionäre gehetzt. Ein wesentlicher Punkt ist dabei auch die Rolle des Grünwalder Stadions. Doch Herr Drees hat natürlich recht: egal wie diplomatisch der Verein einzelne Dinge anpackt, man findet grundsätzlich immer etwas, um daraus Gerüchte hervorzuzaubern. Einen tatsächlichen Interessenskonflikt sehe ich tatsächlich nicht.

Was ich klar bei Herrn Drees heraushöre ist die Tatsache, dass er auch zukünftig gerne mithelfen möchte. Hierfür ist er im Verwaltungsrat sicherlich auch richtig. Ob er als Vorsitzender des Verwaltungsrates mit entsprechend notwendiger Präsenz gegenüber der Öffentlichkeit, aber auch gegenüber dem Gesellschafter aus Abu Dhabi oder sonstigen Partnern, der richtige ist, das ist ein anderes Thema. Wie man bei ihm jedoch heraushört, wäre er dankbar, wenn dieser Posten jemand anderes übernimmt. Aus meiner Sicht ist die Wahl der insgesamt vier zu besetzenden Verwaltungsratsposten im Grunde auch richtungsweisend, wer als Vorsitzender dieses Verwaltungsrates zukünftig auftritt.

„Der starke Mann sollte vor allem der Geschäftsführer der KGaA sein“, sagt Drees in seinem Gespräch mit mir, und da hat er absolut Recht. Markus Fauser ist, und das muss man immer wieder betonen, ein externer Sanierungsexperte und temporär als Geschäftsführer beim Verein. Wenn er wirtschaftlich den Verein wieder „in die Spur“ gebracht hat, dann ist es wichtig, dass man den richtigen Mann für diesen Posten findet, der als Geschäftsführer dann auch wieder sehr sportlich denkt und handelt. Natürlich nicht ohne wirtschaftlich sinnvolles Denken.

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1 Kommentar auf "Interessenskonflikt Freunde des Sechz’gerstadions und 1860?"

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Maik1860
Gast

Herzlichen Dank für das Interview. Sehr aufschlußreich.

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