Stillstand bei den Löwen: banges Warten auf die Zukunft

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Hasan Ismaik spielt weiter sein Machtspiel

Die Sonne geht auf und sie geht wieder unter. Auch über der Grünwalder Straße. Der Löwe jedoch schweigt. Noch ist die Mehrheit der Fans der Meinung, dass alles gut wird. Aber so lange niemand weiß, wo wir nun endlich spielen, ob die Insolvenz tatsächlich vom Tisch ist, wann die Mitgliederversammlung nun endlich angesetzt wird und welche Investoren mit einsteigen, bleibt es unruhig in allen Fanlagern. Im Moment erleben wir einen Stillstand. Das heißt jedoch nicht, dass an der Grünwalder Straße nicht gearbeitet wird.

52 % blicken zuversichtlich in die Zukunft

Die Fans hatten am vergangenen Sonntag in meiner Umfrage abgestimmt. Dabei habe ich auch gefragt, wie jeder Einzelne in die Zukunft des TSV München von 1860 blickt. Etwas über die Hälfte blicken zuversichtlich oder sogar sehr zuversichtlich in die Zukunft. Sorgenvoll oder sogar sehr sorgenvoll blicken hingegen 41 Prozent nach vorne.

Doch so etwas kann sich schnell ändern, wenn jetzt nicht bald Resultate sichtbar werden. Was wir als Fans im Moment für Nachrichten bekommen sind Mutmaßungen, kleine Sticheleien aus allen Richtungen und „große Worte“ von Peter Grosser (78). Die im Moment nicht wirklich hilfreich sind, weil wir eigentlich nur eine Stimme hören wollen: die offizielle Stimme des TSV. Wir wollen wissen, wie es nun weiter geht. Ich bin überzeugt, würde ich die Umfrage hinsichtlich der Zukunft des TSV jede Woche wiederholen, dann würde das Ergebnis sich verschlechtern. Denn auch in mir wächst die innerliche Unruhe. Auch ich bin jemand, der im Moment noch zuversichtlich nach vorne schaut. Doch von Tag zu Tag werde ich mir unsicherer. Bislang bleibt die Hoffnung bestehen.

Es gibt nichts zu sagen

Im Moment sieht es tatsächlich so aus, als würde keiner wissen, wie es weiter geht. Präsident Robert Reisinger erklärte mir vor gut einer Woche, er würde dann was sagen, wenn er auch etwas zu sagen habe. Im Umkehrschluß heißt das allerdings auch: es gibt nichts zu sagen. Weil im Moment alles noch in der Luft schwebt. Hoffnung hin oder her. Doch was ist das Problem?

Der einstige Förderer wird zum Bremser

Viel liegt im Moment an Hasan Ismaik. Am Mittwoch erklärte der Investor der Süddeutschen Zeitung, dass er die Unterschrift für das Herausschieben der Zahlungsfrist seiner Darlehen erst unterschreiben werde, wenn das komplette Budget finalisiert sei. Machtspielchen des Mannes aus Abu Dhabi, die dem Verein nur noch schaden. Es fehle, so die SZ, noch ein Betrag von zwei Millionen. Logischerweise scheuen sich Sponsoren und andere Investoren Geld in den Verein zu schießen, solange Hasan Ismaik nicht die Unterschrift leistet. Denn der Investor aus den Arabischen Emiraten ist das Zünglein an der Waage. Besteht er nämlich auf die Rückzahlung seiner Darlehen, dann heißt das tatsächlich Insolvenz. Und jegliche Zahlung eines Sponsors oder anderen Investors wäre damit zweifelsohne mit verloren.

Der einstige Förderer ist zum Bremser geworden. Wenn das nicht jeder Fan nun deutlich sieht, dann weiß ich auch nicht.

Eine Hoffnung am Horizont?

Hoffnung macht Gerhard Mey. Der Milliardär aus der Nähe von München würde gerne investieren. Kontakt soll es bereits geben. Das kuriose aus meiner Sicht: es ist wieder mal eine Person mit viel Geld, die unsere Hoffnung schüren und uns retten soll. So wirklich Freiheit ist das nicht. Auf der anderen Seite sind es genau solche Investoren, die man allgemein im deutschen Fußball benötigt. Finanziell unabhängige Unternehmer, die in Deutschland den Sport fördern wollen. Sollte bekannt gegeben werden, dass Mey einsteigt, dann bleibe ich zwar kritisch. Weil wir schlechte Erfahrungen gemacht haben. Meine Hoffnung wächst jedoch. Wenn unser Verein erfolgreich sein will, dann brauchen wir einen großen Gönner. Und ich bin auch fest überzeugt, dass das funktioniert. Ohne die 50+1 Regel umzustoßen. Wenn die Chemie stimmt. Bei Hasan Ismaik hat die nie gepasst.

Wichtig ist vor allem eines: dass man die Machtspielchen von Hasan Ismaik endlich als beendet sehen kann. Der Jordanier würde gut tun selbst daran zu arbeiten um sein Gesicht zu wahren. Ansonsten könnte die ganze Sache ziemlich schmutzig werden.

 

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