Smoky George der Brauerei Rittmayer

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Peat Smoked Craft Beer aus dem Forchheimer Land

Heute stelle ich ein recht außergewöhnliches Bier vor. Das Smoky George von der Brauerei Rittmayer. Eine der ältesten Brauereien im Forchheimer Land. Das ehemalige gräfliche Brauhaus war einst Lieferant des Jagdschlosses Hallerndorf. Heute ist die Brauerei ein kleines mittelständisches Familienunternehmen mit insgesamt 15 verschiedenen Biersorten. Eines dieser Biere hatte ich gestern zum Testen bei mir. Herzlichen Dank an Getränke Haussmann in Feldkirchen bei München für diese Empfehlung. Vom Etikett und der Aufmachung hat es mich erst einmal nicht überzeugt. Umso froher bin ich, dass ich mich dann doch auf dieses Bier eingelassen habe.

Rittmayer Smoky George

Dieses Bier entstand, laut Brauerei, in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Whisky Club „The Most Venerabke Order of the Highland Circle„, dem auch Georg Rittmayer, der Namensgeber der Brauerei, angehörte. Die Brauerei bewirbt das Bier mit dem Spruch „Nichts für Leute, die Whisky für eine Hunderasse halten“. Zudem weist man daraufhin, dass es nichts für Malzbiertrinker ist. Nun ja. Bin ich Malzbiertrinker? Kann man im Grunde nicht sagen, ich liebe die Vielfalt. Und ich liebe auch gute malzlastige Biere.

Der erste Eindruck

Die Flasche gefällt mir nicht. Deshalb war ich eher zurückhaltend der Empfehlung von Frau Haussmann zu folgen. Aber als ich das Bier aufmache, ist sehr schnell eine unglaubliche Vorfreude da. Ich habe noch kein Bier erlebt, das bereits beim Öffnen einen derart angenehm torfig-rauchigen Geruch verströmt. Der wird beim Einschenken noch deutlich intensiver, ohne aufdringlich zu wirken. Aber er liegt sehr spürbar in der Luft. Und auch die Farbe hat etwas für sich. Ein schönes rotbraun. Der weiße Schaum ist stabil und setzt dem ganzen die Krone auf.

7,0 Prozent Alkohol erwarten mich. Das ist für so ein Bier durchaus moderat. Als Trinktemperatur habe ich mich für 9 Grad entschieden. Die treffe ich aufgrund meines eigenen Thermometer-Systems mit Temperaturfühlern, die eigentlich für die Fleischtemperatur gedacht sind, immer ganz gut. Vielleicht mal ein eigenes Thema, dem ich mich widmen sollte.

Der Geschmack

Der erste Schluck bestätigt meine Vorfreude. Die Nase hat nicht zu viel versprochen. Auch der Gaumen wird verwöhnt. Sofort kommen Erinnerungen hoch. Und zwar an den 16 jährigen Lagavulin. Ein schottischer Whisky, der zu meinen Favoriten gehört. Die gleiche ledrige Note.

Bei Smoky darf man nicht vergessen: dieser Geschmack unterscheidet sich wesentlich von unserer Vorstellung von hölzernem Rauch. Bei diesem Bier wurde das Malz über Torfrauch getrocknet. Das gibt diesen angenehmen Rauchgeschmack, den ich an Whisky so liebe. Das typische Schinkenaroma von Rauchbieren, wie ich sie bisher kenne, findet man hier nicht.

Auf der Zunge schmeckt man die ledrige Torfnote. Die wird dann ergänzt vom Geschmack des süßlich angehauchten Malzes mit leichter Karamellnote. In der Mitte fühlt sich das Bier sehr leicht an. Meines Erachtens hätte dem Bier ein wenig mehr Alkohol gutgetan. Doch an und für sich ist das gesamte Geschmackserlebnis eine runde Sache.  Das Bier klingt auf der Zunge lange nach. Die ledrig-torfige Note bleibt einige Zeit erhalten.

Mein Fazit

Da ich Whisky-Trinker bin, fällt es mir ein wenig schwer einen Rat abzugeben, wenn einer keinen Whisky mag oder noch keinen Whisky probiert hat. Wer schottisch-torfige Whiskys liebt, der wird dieses Bier definitiv mögen. Man darf sich von „Smoky“ nicht in die Irre führen lassen. Das steht nicht für ein typisch schinkenbetones Raucharoma sondern eben für die torfige Note. Und die ist gut getroffen.

Meine Bewertung

9 von 10 Hopfen

Die Brauerei – Homepage

Wer mehr über die Brauerei erfahren möchte, der findet die Homepage unter: http://www.rittmayer.de.

Auch in München erhältlich

Münchner bekommen das Bier in der Regel in Feldkirchen bei München. Dort findet man ohnehin eine große Auswahl auch an Craft Bieren. Die Beratung ist exzellent. Man weiß viel über Bier und spricht auch gerne darüber. Wer ein Craft Bier ausprobieren möchte, aber nicht weiß welches, der findet hier Rat.

Getränke Haussmann, Feldkirchen bei München

Die Homepage findet ihr hier: www.getraenke-haussmann.de

Den hier genannten 16jährigen Lagavulin findest du übrigens bei Amazon hier: Lagavulin, schottischer Whisky

Die von mir verwendeten Gläser findest du ebenfalls auf Amazon: Schott Zwiesel Craft Beer Gläser

Hinweis: in diesem Artikel wurden Amazon Partnerlinks verwendet.

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