Backbone Splitter von Hanscraft & Co

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Ein Craft Beer aus Aschaffenburg

Ein India Pale Ale aus Aschaffenburg? Nun ja, es gibt immer mehr Brauereien, die sich an Craft Beer heranwagen. Von Hanscraft & Co habe ich bisweilen noch nicht gehört. Deshalb habe ich mir im Internet natürlich gleich mal die Homepage rausgesucht. Und die gefällt mir. Vor allem die Philosophie der Brauerei.

Das erste Bier, das nun in meine Hände von dieser Brauerei gefallen ist, ist das Backbone Splitter.  Ein Craft Beer der Art „India Pale Ale“. Gefunden hatte ich es in Frankfurt während meinem dortigen Aufenthalt bei der Buchmesse Hofheim.

Die Philosophie der Brauerei gefällt mir. Kreativität, Experimentierfreude und die Liebe zu Rohstoffen sind dabei Kernaussagen, die mich überzeugen.

„Für uns ist Craftbier kein Produkt sondern eine Philosophie, gelebt von kleinen, unabhängigen und handwerklich geprägten Brauereien, die Kreativität, Experimentierfreude und die Liebe zum Rohstoff in Ihrem Fokus sehen und eine großartige, weltweit gelebte Brautradition als Inspiration betrachten. Das zeigt, wozu Bier imstande sein kann.“ (Quelle: http://hc-co.de/de/)

Backbone Splitter heißt das Bier. Die Flasche ist unscheinbar und hat mich überhaupt nicht angesprochen, das gebe ich zu. Ich bin deshalb froh, dass ich zugegriffen habe. In der Hand halte ich nun ein India Pale Ale aus Unterfranken.

Was ist eigentlich India Pale Ale? Vermutlich sollte ich in einem extra Beitrag mal näher darauf eingehen. Kurz gesagt: das IPA entstand im 19. Jahrhundert. Die englischen Soldaten in Indien wollten natürlich auf Bier aus der Heimat nicht verzichten. Doch die lange Fahrt bei der Umrundung von Afrika hatte zur Folge, dass das Bier schlecht wurde. Also entschieden Braumeister sich dafür, das Rezept zu ändern. Ein höherer Alkohol- und Hopfengehalt sollte das Bier haltbar machen. Und so entstand das India Pale Ale mit deutlich intensiverem Geschmack.

Farbe und Geschmack

Die Farbe ist schön goldgelb und der Schaum bildet eine gute Krone. Der fruchtig-malzige Geschmack überzeugt mich. Hinter dem eher unscheinbaren Etikett steckt mehr. So muss ein India Pale Ale schmecken. Angenehm, kaum Bitterkeit, leicht fruchtige Süße. Ja, das gefällt mir. Ein IPA wie ich es mag. Ich bin positiv überrascht.

Backbone Splitter zum Essen

Die Brauerei empfiehlt das Bier für Burger und scharfe Gerichte. Da bin ich ein wenig anderer Meinung. Gerade für schärfere Gerichte bevorzuge ich  ein Imperial IPA. Also mehr Malz, mehr Hopfen und mehr Alkohol. Ich möchte nicht sagen, dass das Backbone Splitter mit seinen 6,6 Prozent Alkohol schwach auf der Brust ist, keineswegs. Aber bei wirklich scharfen Gerichten ist es einfach nicht dominant genug. Es kann natürlich gut sein, dass ich allgemein etwas zu scharf esse und deshalb darunter ein wenig schärfere Gerichte verstehe.

Trinktemperatur

Zur Trinktemperatur ist zu sagen, dass die Brauerei eine Temperatur von 5 bis 7 Grad empfiehlt. Vielleicht ist diese Empfehlung für Anfänger gar nicht schlecht. Die Aromen bei einigen Craft Beer – Varianten sind vor allem für Liebhaber. Bei Temperaturen unter 8 Grad kommen diese Aromen deutlich vorsichtiger zum Vorschein. Wer jedoch Craft Beer liebt und gerade diese Aromen spüren möchte, sollte eine Temperatur von 8 Grad und höher wählen. Meine Trinktemperatur liegt genau bei 9 Grad. Da entwickeln sich auch bei einem India Pale Ale die Aromen am Besten.

Meine Bewertung

9 von 10 Hopfen

Link zur Brauerei

http://hc-co.de/de/

 

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